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Tiergestützte Therapie

Zur Erhöhung der Chance für eine positive Legalbewährung nach der Entlassung werden in der tiergestützten Therapie gezielte Interaktionen mit den Therapie-Eseln erarbeitet. Bei dieser intensiven Beziehungs- und Persönlichkeitsarbeit verbessern Insassen ihre Beziehungsfähigkeit, stärken ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstvertrauen, steigern ihre soziale Anpassungsfähigkeit und übernehmen vermehrt Verantwortung.

 

Der neugierige und menschenbezogene Esel eignet sich vorzüglich als Therapietier. Aufgrund seiner Sensibilität gilt er als Delfin an Land. Er weist eine starke Persönlichkeit auf und weiss was er will. Gerne lässt er Körperkontakt zu oder sucht ihn von sich aus. Mit seiner gut lesbaren Mimik teilt er sich deutlich mit. Er ist lernfähig und schlau. Vor allem in neuen Situationen erweist er sich auch als Geduldstrainer. Mit Druck und Gewalt ist bei ihm nichts zu erreichen. Zuwendung, Strategieänderungen sowie auch Kompromissbereitschaft führen zum Erfolg.

Die Leitung des medizinisch-forensischen Dienstes meldet Insassen zur tiergestützten Therapie an. Für jeden Insassen werden individuelle Zielsetzungen formuliert. In den verschiedenen Handlungsfeldern setzt sich der Insasse mit seinen Zielen auseinander.

 

Die tiergestützte Therapie beruht auf der Biophilie-Hypothese. Diese forumlierte These stellten Kellert und Wilson 1993 aus Sicht der Evolutionsbiologie auf. Sie besagt, dass wir Menschen aufgrund unserer Entwicklungsgeschichte und unserer Wesensverwandtschaft auf das Zusammenleben mit der Natur und der Wildnis vorbereitet sind. Ohne Möglichkeiten zu dieser Interaktion lassen wir einen Teil unserer psychischen Potentiale ungelebt und reduzieren uns selbst.

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